Seit Monaten leiden wir alle unter der Corona-Pandemie und hoffen, dass das bald besser wird.
Im Frühjahr, Sommer und zu Pfingsten hatten wir bei meist schönem Wetter die Gottesdienste auf die Kirchwiese nach draußen verlegt.

Aber wie sollte das im Winter werden? Als die Vorschläge der Landeskirche für „Open Air Gottesdienste“  im September kamen, konnten wir uns das noch gar nicht vorstellen. Dann kam der Lockdown light und aus Verantwortung für unsere Mitbürger planten wir kontrovers und schweren Herzens intensiv Gottesdienste im Freien. So entstanden die realen Gottesdienste auf dem Kastanienplatz in Riemsloh. Sie erforderten einen Mehraufwand, der sich aber gelohnt hat. Auch wenn es auf dem Kastanienplatz einigermaßen leer aussah, wurde die von uns freigegebene Besucheranzahl oft erreicht. Und rundherum ging bei den Posaunenklängen so manches Fenster auf und das eine oder andere Auto fuhr bei geöffneten Fenstern im Schneckentempo vorbei. Leider mussten wir aus Verantwortung für unsere Gemeindeglieder auch einige Gottesdienste ganz absagen, das tat besonders weh.

Und sonst?

Da hört man schon mal: In diesen Zeiten gibt es in der Kirche doch nicht so viel zu tun. Stimmt das?

Nein, bei weitem nicht. Die Leute wollen und sollen Gottesdienste erleben dürfen. Soweit das real nicht möglich ist, was auch uns schmerzt, gibt es den „Gottesdienst zeitgleich“ in schriftlicher Form. Er wird durch „rasen-de“ Botinnen ehrenamtlich zugestellt. Stellvertretend für alle sehen Sie zwei von Ihnen hier.

Der Gemeindebrief kommt weiter ins Haus. Auch der Gottesdienst zu Heiligabend wurde ganz kurz vor dem Fest noch von unseren unermüdlichen Gemeindebriefausträger*innen in jedes Haus geschafft.

Unsere Senioren erhalten zu den üblichen Terminen ihrer Treffen jeweils einen Gruß ins Haus geschickt und erhielten auch den Adventsgruß, leider nicht gesungen.

Der Jugendausschuss hält Kontakt zu den Jugendlichen; Konfiarbeit findet als „Distanzunterricht“ statt.

Der Kirchenvorstand hat sich weiterhin, sogar vermehrt, getroffen, um für die Gemeinde wichtige Entscheidungen zu fällen. Die digitale Form war für die meisten Neuland und bedeutete einen Lernprozess.

Andachten im Freien fanden und finden statt, z.B. zum Lebendigen Adventskalender. Der Posaunenchor wird von Zeit zu Zeit Freitagabends eine Andacht so durchführen, dass möglichst viele Leute ohne Zusammenkunft sie hören können.

Hedda Oberschmidt